Wann knickt der Euro ein? Noch hält sich der Wechselkurs des Euros stabil. Doch ist unsere Währung wirklich so stark, wie es den Anschein hat: Handelsblatt (01.04.2012)
DB baut Goldspeicher Die Banken haben das Geschäft mit Gold wiederentdeckt. Auch die Deutsche Bank mischt mit und baut einen neuen Goldspeicher in London: Handelsblatt (20.03.2012)
Privatanleger zahlen drauf Bis zu 140 Prozent Verlust bei Athener Schuldenschnitt - die Umschuldung Griechenlands kostet manchen Kleinsparer mehr als er investiert hatte: WELT (16.03.2012)
Staatsbankrott Argentinien Argentinien war 2001 bankrott - Was Griechenland-Anleger aus der Pleite der Südamerikaner lernen können: Wirtschafts Woche (27.02.2012)
Die Zombies der Finanzwelt Europa hält eine Reihe von Problembanken künstlich am Leben. Warum die „Lebenden Toten“ der Finanzwelt so gefährlich sind: Focus (07.02.2012)
Was machen die Profis? Zehn Börsengurus reden über ihre Anlage-Strategien + Anleitung wie Kleinanleger davon profitieren können: Wirtschafts Woche (07.02.2012)
Entschuldung über Inflation Wie kommen wir von den Schulden runter? Inflation verursacht keinen lauten Knall. Vielen wird nicht mal klar sein, dass sie Geld verlieren: Handelsblatt (06.02.2012)
Käufer verzweifelt gesucht! Satte Rabatte und unterwürfige Makler: Madrid ist derzeit ein Paradies für Immobilienkäufer. Doch die Jagd hat ihre Tücken: Der Spiegel (22.01.2012)
Die EZB spielt auf Zeit Laut Credit Suisse könnte die EZB demnächst bis zu zehn Billionen Dollar in den Markt pumpen, um Zeit für das Finanzsystem zu kaufen: Die Presse (20.01.2012)
EU-Geld-Richtlinie Bargeldzahler werden in Deutschland nach einem von langer Hand geplanten EU-Vorstoß nun bald pauschal zu Verdächtigen: Kopp (17.01.2012)
Anleiheverkauf in großem Stil: Japaner verlassen Eurozone Japans Gläubiger bekommen kalte Füße und verlassen in Scharen die Eurozone. Auch Deutschland ist davon betroffen: n-tv (16.01.2012)
Das Comeback des Monetarismus Immer mehr Volkswirte sind sich einig, dass Geldpolitik grundlegend umdenken muss. Dabei besinnt sich das Fach auf eine alte Denkschule: Handelsblatt (14.01.2012)
Die Sucht der Regierungen nach Sündenböcken Schuld sind wahlweise Spekulanten, Banken, Märkte, Ratingagenturen oder die Amerikaner, meinen Europas Regierungen: Die Welt (14.01.2012)
Gold bietet schöne Einstiegschance Das Aktienverhalten der Anleger hat sich verändert. Es gibt keine so genannten Witwen-und Waisen-Aktien mehr, und es gibt keine Staatsanleihen mehr, die sicher sind: Cash.ch (01.01.2012)
Fünftes Jahr Bankenkrise: Geschäftsmodelle wackeln Die Krise der Banken geht ins fünfte Jahr. Die Situation bleibt angespannt, obwohl die EZB zuletzt so viel Geld wie nie in die europäischen Geldhäuser pumpte: Wirtschaftsblatt (01.01.2012)
Happy Birthday Euro: Eine kritische Bilanz 10 Jahre EURO - die Gemeinschaftswährung ist umstritten wie nie. Viele Deutsche fürchten, dass sie am Ende die Schulden der Krisenländer bezahlen müssen: Handelsblatt (01.01.2012)
Brasilien überholt GB als Wirtschaftsmacht Brasilien hat in diesem Jahr Grossbritannien als sechstgrösste Wirtschaftsmacht der Welt überholt. Vor Brasilien liegen USA, China, Japan, Deutschland und Frankreich: NZZ (27.12.2011)
Interbankenmarkt: Einlagen steigen auf Rekordwert Das gegenseitige Misstrauen der Banken ist spürbarer denn je: Die eintägigen Einlagen bei der EZB sind mit knapp 412 Milliarden Euro auf einen Rekordwert gestiegen: Handelsblatt (27.12.2011)
Das Jahr 2012 wird das Schicksalsjahr für den Euro Es geht um nichts Geringeres als die Frage, ob die europäische Währung überlebt. Und das wird von Italien abhängen. Deshalb wird 2012 auch das italienische Jahr: FAZ Interview (26.12.2011)
EZB-Bilanz hängt die Federal Reserve ab Während die Federal Reserve von vielen Analysten als wesentlich lockerer eingeschätzt wird als die EZB, übertrifft deren Bilanzsumme inzwischen jene der Fed bei weitem: EU-Infothek (22.12.2011)
Vergebliches Warten auf Lösung der Krise Eine Lösung der Schuldenkrise ist nicht abzusehen. Weitere Verwerfungen sind zu erwarten. Staaten und Banken haben einen hohen Refinanzierungsbedarf: NZZ (19.12.2011)
„Die Flucht aus dem Euro hat begonnen“ Hans Redeker, Chef-Devisenstratege bei Morgan Stanley, sagt dem Euro eine schwere Zukunft voraus - Spätestens im Sommer liegt der Euro bei 1,20 Dollar: Handelsblatt (18.12.2011)
Fitch stuft Bonität von Versicherer Generali herab Fitch hat die Kreditwürdigkeit mehrerer Versicherer herabgestuft. Darunter befindet sich auch Europas Nummer drei: die italienische Generali: Welt (16.12.2011)
EZB versorgt Banken mit reichlich Liquidität Mit 291,6 Milliarden Euro lag die Summe im wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäft so hoch wie nach der Lehman Brothers Insolvenz: Die Zeit (16.12.2011)
Italien: Markt zeigt wenig Vertrauen in Monti Der Staatsanleihenmarkt hat sich nicht von den zunächst hoch gelobten Beschlüssen beim EU-Gipfel und auch nicht von Mario Montis Sparmaßnahmen beeindrucken lassen: DMN (15.12.2011)
Video: MF Global Hearing US-Senat Der MF-Global CEO Jon Corzine + CFO + COO sagen vor dem US-Senat aus (und keiner von den Dreien weiß, wo die verschwundenen Kundengelder sind). (14.12.2011)
Ölmarkt: Heftige Preisschwankungen erwartet Manche Investoren wetten auf einen Preissprung in Richtung $150, die anderen auf einen radikalen Preisverfall auf $50: Focus (14.12.2011)
Griechen-Anleihe ist der Renner für Privat-Zocker Ansturm von Hobbyspekulanten auf GR0110021236. Nicht einzelne Verirrte, sondern ganze Scharen, berichten Online-Broker wie Parkett-Händler: FAZ (13.12.2011)
Sarkozy bereitet Frankreich auf Bonitätsverlust vor Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit Frankreichs sei "eine weitere Schwierigkeit, aber nicht unüberwindbar", sagte Sarkozy "Le Monde": Yahoo (12.12.2011)
Negativzinsen und Kapitalverkehrskontrollen Der Franken gilt als sicherer Hafen. Regierung und Notenbank wollen aber im Falle eines Euro-Crash eine Anlegerflucht in die Schweiz verhindern: Handelsblatt (11.12.2011)
Die Lüge von der Systemrelevanz Die Finanzwirtschaft hat die Politik im Griff – und warum? Weil jede Bank für „systemrelevant“ erklärt wird. System hat aber nur die Lüge ... : FAZ (10.12.2011)
Was auf dem Gipfel beschlossen wurde Den großen Wurf haben die EU-Staaten auf ihrem Gipfel verpasst. Nur 23 von 27 Ländern konnten sich auf einen gemeinsamen Haushaltspakt einigen: Der Spiegel (09.12.2011)
Eurogruppe wird zur Fiskalunion Die 17 Euroländer und sechs weitere EU-Staaten wollen der Währungskrise mit einem eigenen Vertrag entgegenwirken. Dazu gehören eine Schuldengrenze und automatische Sanktionen: Sueddeutsche (09.12.2011)
Banken pumpen sich Milliarden von der EZB Nachdem die Notenbanken erklärt haben, unbegrenzt Dollar zur Verfügung zu stellen, wollen europäische Geldhäuser jede Menge davon haben. Kein gutes Zeichen: Handelsblatt (07.12.2011)
Euro-Krise: Der Bundesbank geht die Luft aus Bisher hat die Bundesbank über ein europäisches Kreditverfahren durch Kredite das gesamte Euro-System am Leben erhalten. Nun gehen der Bundesbank die Assets aus. Eine spekulative Attacke könnte innerhalb eines Tages geschehen: DMN (06.12.2011)
Die Krise schwingt sich von Gipfel zu Gipfel Die Euro-Rettungsaktionen treten in eine kritische Phase. Vom EU-Treffen Ende dieser Woche erwartet die Welt erneut eine echte Lösung. Doch der Handlungsspielraum der Politiker wird immer kleiner: Wirtschafts Woche (05.12.2011)
China lehnt führende Rolle als Euro-Retter ab Die Absage ist unmissverständlich - und ziemlich brüsk: Die Forderung, China sollte Europa retten, sei nicht ausgereift, sagte Chinas stellvertretende Außenministerin Fu Ying am Freitag: Der Spiegel (02.12.2011)
Staaten stocken ihre Goldreserven weiter auf Die Schweizer Bank UBS erwartet, dass Notenbanken auch 2012 ihre Goldbestände weiter aufstocken, nachdem sie in diesem Jahr reichlich zulangten. In der Folge soll der Goldpreis auf 2075 Dollar steigen: Wirtschafts Woche (02.12.2011)
Merkel dämpft Hoffnung auf schnelle Euro-Rettung Eine schnelle Euro-Rettung wird es nicht geben. Merkel dämpfte in einer Regierungserklärung Erwartungen einer raschen Lösung. Die Krise sei nicht mit einem Paukenschlag zu lösen, sagte die Kanzlerin: Handelsblatt (02.12.2011)
Eingriff der Notenbanken: Die nächste Dosis Milliarden pumpen die Zentralbanken in die Märkte, um den ausgetrockneten Geldmarkt wiederzubeleben. Die Banken bekommen so den Stoff zum kurzfristigen Überleben - doch die Krankheit bleibt: Wirtschafts Woche (01.12.2011)
Börse bejubelt Notenbanken-Coup Die wichtigsten Notenbanken der Welt haben überraschend vereinbart, gemeinsam die Finanzmärkte mit noch mehr Geld zu fluten. Das sorgt für ein Kursfeuerwerk an den Börsen: boerse.ARD.de (30.11.2011)
Großkonzerne bereiten sich auf mögliches Euro-Aus vor Die Furcht vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone hat Industrie und Handel erreicht: Der "FT" zufolge spielen internationale Konzerne Szenarien für den Fall des Endes der Gemeinschaftswährung durch: Der Spiegel (30.11.2011)
Ein Hebelchen für Europa Privatkapital soll den Rettungsschirm EFSF verstärken, doch der „Hebel“ wird deutlich kleiner ausfallen als geplant: Investoren sind rar. Nun soll der IWF für die Eurozone einspringen, doch niemand weiß, ob das reicht: Handelsblatt (30.11.2011)
Spitze der Notenbank in Österreich unter Verdacht Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen gesamten OeBS-Aufsichtsrat - Höchste Notenbanker betroffen; Verdacht auf kriminelle Vereinigung; auch Ermittlungen gegen Ewald Nowotny: Der Standard (29.11.2011)
Moody's knöpft sich 87 Banken vor - neun in Österreich Die Meldung kam um 1.10 Uhr. Sie ist ein Rundumschlag. In 15 Ländern wird Moody's das Rating von Banken überprüfen. Spanien, Italien, Österreich und Frankreich stehen obenauf: Wirtschaftsblatt (29.11.2011)
IWF dementiert Berichte über Italien-Hilfspaket Der Internationale Währungsfonds beeilt sich, Spekulationen über ein Milliarden-Hilfspaket für Italien zurückzuweisen - "Es gibt keine Gespräche mit den italienischen Behörden": Der Standard (28.11.2011)
Bundesregierung: Keine Diskussion über Elite-Bonds Die Bundesregierung führt nach eigenen Angaben keine Gespräche mit Euro-Partnern über gemeinsame Anleihen der bonitätsstärksten Euro-Länder: Zeit Online (28.11.2011)
Euro-Gipfel in Straßburg: Merkel pfeift Sarkozy zurück Angela Merkel bleibt hart: Beim Dreiergipfel mit Sarkozy und Monti ließ die Kanzlerin Wünsche nach Euro-Bonds oder einem stärkeren Engagement der EZB abblitzen. Der Spiegel (24.11.2011)
Schuldenkrise trocknet den Geldmarkt aus Keine Bank traut mehr einer anderen über den Weg. Es herrschen Zustände auf dem Geldmarkt wie zum Höhepunkt der Finanzkrise: Handelsblatt (23.11.2011)
Deutsche Staatsanleihen Auktion - Schocker! Bei der Auktion der 10jährigen deutschen Anleihen gab es gestern die schwächste Nachfrage, die jemals erzielt wurde! Bund wird Anleihen nicht los (23.11.2011)
Drohende Kreditklemme: Europa geht das Geld aus Europa steckt in der Doppelkrise: Investoren ziehen Geld sowohl von Staaten als auch von Banken ab - dabei brauchen die es gerade jetzt dringend: Der Spiegel (23.11.2011)
Spanien zahlt auch nach Machtwechsel Rekord-Zinsen Die Regierung in Madrid konnte sich am Dienstag nur für die höchsten Renditen seit 14 Jahren frisches Geld besorgen (mehr als 5%): Reuters (22.11.2011)
Staatsanleihen-Abverkauf in Japan Kokusai Asset Managment (Big Player in Japan) hat sämtliche belgische und spanische Staatsanleihen-Positionen seiner Fonds verkauft: Kokusai Asset Sells Spanish, Belgian Govt Bonds (21.11.2011)
Moody's droht Frankreich mit Entzug des AAA Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone kommt nicht zur Ruhe. Nachdem zuletzt Standard & Poor's Frankreich versehentlich herabstufte, droht Moody's genau mit diesem Schritt. (21.11.2011)
EFSF Spread auf neuem Rekordwert Der Spread zwischen den EFSF-Anleihen und den deutschen 'Bunds' steigt erstmals über 190bps: EFSF = Ladenhüter.. (18.11.2011)
Investoren fliehen in Panik aus Europa Die großen institutionellen Anleger liquidieren massiv ihre Positionen in europäischen Staatsanleihen: Kapitalflucht aus Europa. (17.11.2011)
Jim Rogers: The World Is In Trouble Global Collapse a Done Deal sagt Jim Rogers, der 1) unbequeme Tatsachen gerne klar ausspricht und 2) immer eine Unze Gold in der Hosentasche hat ... (16.11.2011)
Unicredit Horror-Quartal + 5000 Entlassungen Die Unicredit macht 10,6 Mrd. Quartals-Verlust statt erwartetem Gewinn von 7,4 Mrd. Dividende gestrichen. 5200 Mitarbeiter werden entlassen. (15.11.2011)
Engagement österreichischer Banken in Osteuropa Beträgt fast 200 Mrd. EUR. Die Staatsgarantien für die Banken: 9 Mrd. EUR. Was passiert, wenn nur 10% der Kredite ausfallen? (14.11.2011)
Roubini sagt EUR/USD muß unter Parität fallen Nouriel Roubini sagt, das Europa-Fiasko kann nur abgewendet werden, wenn der Euro unter Parität zum Dollar fällt und die EZB die Zinsen auf 0 senkt. (13.11.2011)
Ungarn droht Herabstufung auf Ramschniveau Fitch senkt Ausblick von stabil auf negativ. Österreichs AAA wäre mit einer Herabstufung Ungarns ebenfalls bedroht. (12.11.2011)
Griechenland wird den Euro höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr verlassen; Portugal und Spanien sind von den Kreditmärkten ebenfalls bereits abgeschrieben; das nächste Problem ist eine Kategorie höher: Italien, der drittgrößte Schuldner der Welt. Italien hat zu wenig Wachstum bzw. (wie Frankreich) seit Jahren ein durch öffentliche Ausgaben finanziertes Scheinwachstum, während die Real-Wirtschaft in Wirklichkeit schrumpft: 120% Debt-to-GDP Ratio (Staatsschuldenquote) = die Wirtschaftsleistung ist nicht hoch genug, um die Staatsverschuldung in den Griff zu bekommen. Die Zinsen für die zehnjährigen italienischen Staatsanleihen steigen seit Wochen wieder und liegen derzeit nur mehr knapp unter 6%.
published by Dr. Bankenstein on Mon, 05/14/2012 - 18:15
Die amerikanischen Star-Ökonomen Paul Krugman und Nouriel Roubini werden in ihren Prognosen für Europa immer konkreter: Roubini sieht einen Spanien-Bailout noch in diesem Jahr und Krugman sagt folgendes für die kommenden Monate vorher: 1) Griechenlands Euro-Austritt sehr wahrscheinlich im Juni. 2) Massive Kapitalflucht von spanischen und italienischen Banken in Richtung Deutschland. 3) Kapitalverkehrskontrollen, Überweisungs-Verbote, Bargeld-Transfer-Limits. 4a) Deutschland akzeptiert hohe Inflation und Transfer-Zahlungen in der Euro-Zone oder 4b) Ende des Euros. Die Kreditausfallversicherung für Spanien erreichen indessen neue Rekordwerte und die Zinsen für die 10-jährigen Staatsanleihen Spaniens sind auf dem Weg in die 7%-Todeszone. Spanien ist längst im Fokus der Märkte. Und der nächste Kanditat ist Frankreich. Was kann die unheilvolle Kombination Politik/Zentralbanken noch machen? Weiter drucken bis das Pyramidenspiel in die Endphase eintritt und der Staatsanleihen-Markt total zusammenbricht? Das ist die wahrscheinlichste Variante.
Der Konsument hat zwar die Qual der Wahl, erhält aber dennoch Alles aus einer Hand. Nestlé - der weltweit größte Lebensmittelkonzern - z.b. umfasst 170 Marken mit über 1500 Produkten. Gut ist das vor allem für die Umsätze und Gewinne der Riesen-Unternehmen. Der Zwang zum Wachstum ist evident. Die Großen werden größer - die Kleinen werden geschluckt. Egal was und wo wir shoppen - die Kasse klingelt garantiert in einem der 10 Mega-Konzerne.
published by Dr. Bankenstein on Mon, 04/16/2012 - 13:45
Europa ist wieder im Fokus der Märkte und redet nicht darüber. Einerseits, weil die Fähigkeit zur Realitätsverweigerung hier so ausgeprägt ist, andererseits, weil Europa die Märkte einfach nicht kapiert und zu wenig geistige Kapazität hat, dies zu ändern. Der durchschnittliche europäische Bürger glaubt gerne an Versprechungen und überprüft traditionellerweise nicht, ob die Versprecher in der Lage sind, ihre Versprechungen einzuhalten, weil der Bürger in Europa nichts so sehr ist wie denkfaul, obwohl es in Europa ein großartige philosophische Tradition gibt, die auf das antike Griechenland zurückgeht und die durch die jüdisch-christlichen Einflüsse perfekt bereichert wurde. Aber dennoch oder eben weil das so war und ist, überlässt die Mehrheit der Europäer das Denken immer einigen Wenigen, die ausserordentlich begabt sind und dabei handelt es sich leider nicht um ihre Politiker. Die Europäer haben den Satz des europäischen Philosophen DescartesIch denke, also bin ich bis heute nicht kapiert und glauben weiterhin instinktiv an die Formel Zu viel Denken verursacht Kopfschmerzen.
Apple ist in Kürze mehr wert als alle Aktiengesellschaften in Spanien, Griechenland und Portugal zusammen. Eine einzige Firma in den USA macht mehr Profit als die 500 börsennotierten Firmen der drei EU-Staaten - besser lässt sich die Krise in Europa nicht illustrieren. Der Aktienkurs der kalifornischen Firma hat sich seit 2009 verachtfacht und hat vor Kurzem mit $644 ein neues Alltime-High erreicht.
published by Dr. Bankenstein on Tue, 04/10/2012 - 15:48
Es grünt so grün ...
Zinsen auf spanische und italienische Staatsanleihen steigen. Kühl kalkulierende Hedge-Fonds nehmen vor allem Spanien ins Visier und setzten massiv auf den Kauf von Kreditausfallversicherungen (CDS) und rechnen sich Renditen bis zu 300% aus. Die Schuldenkrise ist zurück. Madrids Probleme sind jetzt auch unsere Probleme. Und Madrid hat eine Menge Probleme: a) einen noch immer überhitzten Immobilienmarkt, der noch ca. 30% fallen muss, wobei b) nirgendwo in Europa so viel Altersvorsorge in Immobilien investiert ist, während das Land d) wegen seines massiv von Gewerkschaften dominierten Arbeitsmarktes international nicht konkurenzfähig ist und e) der Bankensektor auf Unmengen fauler Privatkredite sitzt.
published by Dr. Bankenstein on Wed, 04/04/2012 - 20:50
Wie Reutershier berichtet, hat sich heute gegen 09:00 Uhr ein 77-jähriger pensionierter Apotheker auf dem zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament eine Pistole auf den Kopf gesetzt und sich mit einem Schuß getötet.
In seinem Mantel wurde ein Abschiedsbrief gefunden, der mit der dramatischen Zeile endet: I believe that young people with no future, will one day take up arms and hang the traitors of this country at Syntagma square, just like the Italians did to Mussolini in 1945.
Am Nachmittag versammelten sich auf dem Platz, an dem der Mann sein Leben beendet hatte, Demonstranten, die - nach letzten Informationen gegen 19:30 Uhr MEZ - von der Polizei mit Tränengas beschossen wurden: Demonstrators gather in Syntagma after suicide.
Dieses tragische Einzelschicksal erinnert wieder daran, dass David Graeber mit seinem Buch Debt: The First 5000 Years die schlüssige Theorie für das Problem unserer Zeit bereits geschrieben hat.
Der hochintelligente Autor mehrerer Wirtschafts-Bestseller erklärt in diesem Interview auf CNBC, warum er - wie viele andere informierte Zeitgenossen - im Rennen um die Kandidatur der Republikaner für die US-Präsidenten-Wahl, Ron Paul unterstützt. Und weil er hochintelligent ist, distanziert er sich gleich auch vom politischen Farbenspiel und outet sich als politischer Atheist. Ausserdem merkt er an, dass es nicht darum geht, ob Ron Paul eine reale Chance hat, der republikanische Obama-Herausforderer zu werden; es geht vielmehr darum, dass er der einzige Politiker ist, der die richtigen Themen erkannt hat und sich traut, diese anzusprechen.
published by Dr. Bankenstein on Sun, 03/11/2012 - 19:00
Wie erwartet, bewertet der Derivateverband ISDA den Schuldenschnitt Griechenlands als unfreiwillig; damit wird aus der Entschuldung ein Kreditereignis (Griechenland ist offiziell bankrott) und die berühmten Kreditausfallversicherungen müssen ausgezahlt werden.
Die Deutschen Mittelstands Nachrichten kommen - wie immer - schnell zur Sache und bieten hier einen ersten Überblick über die Gewinner und Verlierer des hochriskanten Spiels, "bei dem es in Wahrheit nicht um die Rettung Griechenlands geht sondern darum, wer Milliarden auf Kosten der anderen Mitspieler absahnt", wie Hannes Vogel (N-tv) sehr richtig hier angemerkt hat.
Erste Details des zweiten EZB-Drei-Jahres-Tender, bei dem insgesamt 800 Banken 529,5 Milliarden Euro abegrufen haben, sind in diesem Artikel des WSJ ersichtlich:
Deutschland: Aareal Bank AG ruft EUR 1 Mrd. ab; Begründung: um die finanzielle Flexibilität zu erhalten; und hat noch nicht entschieden, wofür das Geld verwendet werden wird. | Deutsche Bank: 5 - 10 Mrd. (Finanzkreise); Commerzbank: Einstellige Milliardensumme (mit der Aktion vertraute Personen) | Mehr zur Beteiligung deutscher Banken (Focus)
Österreich: ERSTE GROUP: EUR 1,1 Mrd., Begrd.: Sicherstellung der finanz. Flexibilität. | Raiffeisen: EUR 500 Mio.; Funding zu günstigen Konditionen breiter aufzustellen
Italien: Intesa: EUR 24 Mrd. laut Intesa-CEO. | Unicredit: EUR 6 Mrd. laut einer Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist.
Der Nachrichtendienst Bloomberg beziffert die Darlehen für Intesa und Unicredit etwas abweichend und spricht davon, dass die italienischen Banken insgesamt etwa 1/4 der gesamten Summe abgerufen haben: Mehr als 130 Mrd. Euro fließen nach Italien (Financial Times Deutschland)
Details zu den englischen Banken hat The Independent hier veröffentlicht: UK banks snap up billions in cheap ECB loans. Demnach zählt die Lloyds Banking Group mit €13.5 Milliarden zu den Instituten, die den neuen Tender am intensivsten genutzt haben. Die britische Barclays hat, laut Wirtschaftsblatt, EUR 8 Mrd. "abgegriffen": Britische Barclays greift bei EZB 8 Milliarden ab.
published by Dr. Bankenstein on Wed, 02/29/2012 - 13:51
Die Daten des neuen EZB-Dreijahres-Tender sind beeindruckend: 529,5 Milliarden Euro für 800 Banken zu 1% Zinsen auf drei Jahre + davon gekaufte Staatsanleihen, die 3,4,5 und mehr % Zinsen bringen, können als Sicherheit für weitere Kredite bei der EZB hinterlegt werden. So einfach war das Geldverdienen für Europas Banken noch nie!
Kleinanleger und Privatinvestoren können von derartigen Konditionen nur träumen. Können sie aber dennoch vom Geldregen für die Banken profitieren?
published by Dr. Bankenstein on Wed, 02/22/2012 - 23:57
Island konnte 2008 alles richtig machen: seine kaputten Banken in die Pleite schicken, korrupte Verantwortliche zur Rechenschaft ziehen und - nach dem Veto des Präsidenten Ólafur Ragnar Grímsson und anschließendem Referendum (93,2%) - ausländische Gläubiger (GB, NL, D) nicht bedienen, die isländische Krone massiv abwerten und den Leitzins auf 18% erhöhen.
Ein interessanter Beitrag zum Thema Credit Default Swaps und der vermeintlichen Sicherheit von Versicherungen. Die Tatsache, dass niemand weiß, wie viele CDS auf griechische Staatsschulden geschrieben wurden, ist inzwischen ausführlich diskutiert worden. Art Cashin spricht hier einen neuen Aspekt der Gierig-aber-bestens-versichert-Problematik an: falls die griechischen CDS triggern, ist das möglicherweise schlimm, aber wir wissen nicht, wie schlimm ... - triggern sie aber nicht, kann das möglicherweise noch schlimmer sein.
"Wenn der Tod kommt, hat der Reiche kein Geld, der Arme keine Schulden mehr."Estnisches Sprichwort
published by Dr. Bankenstein on Mon, 02/13/2012 - 18:34
Der Klick auf das Bild führt zu einer Infografik über die Schuldentürme, die die wichtigsten Staaten der Welt geschaffen haben. Eine Welt, in der nun plötzlich alle entweder zum Sparen gezwungen werden oder sich selbst Sparpakete und Schuldenbremsen verordnen, nachdem immer klarer wird, dass das jahrzehntelange Leben auf Pump nicht mehr funktioniert. Die Frage, warum die Staaten nicht in guten Zeiten gespart haben, bleibt weiterhin unbeantwortet. Tatsache ist: Die Euro-Länder prassen ohne jedes Limit (Handelsblatt), denn die jüngste Vergangenheit zeigt, dass die EU-Staaten nicht einmal in der Lage waren, die im Vergleich zur geplanten Schuldenbremse wesentlich moderateren Vorgaben des Maastricht-Vertrags einzuhalten.